faszinierend und tief – Merkmale digitaler religiöser Bildung in bewegten Zeiten 

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Collage erstellt mit Canva for education. Quellen der einzelnen, layouteten Bilder über das Task Cards-board einsehbar

Vor Corona: 

„Das müssen Sie mir zuerst mal zeigen, dass das nicht nur an der Oberfläche bleibt!“ So übte ein Kollege bei einer Fortbildung zu digitalen Tools – Ende 2018 deutliche Kritik. Viele Lehrkräfte haben die Lehrkräfte die Haltung eingenommen, man könne sich der Faktizität des Digitalen in der Bildungslandschaft entziehen und die daraus notwendig resultierenden eigenen Lernprozesse weiterhin abwartend zur Seite stellen. 

Während Corona: 

Lehrkräfte haben neben den besonderen Beanspruchungen des Arbeitens in der Krise immense technisch-instrumentelle Lernkurven bewältigt. Quasi über Nacht erfolgten Umbauprozesse vom Präsentischen ins „digital Gespiegelte“ – doch vielfach überfordernd und frustrierend, mit Scham über eigene Grenzen und digital-didaktischem Zweifel besetzt. Die zurückbleibende Qualität der eigenen Unterrichtselemente zeigte sich an allen Ecken und Enden, der Kontakt mit Lernenden war in vollständiger Distanz erschwert, doch glücklicherweise stellten sich hier und da auch Erfolge und Faszination über die aufsteigenden neuen Möglichkeiten ein. Für die Schulentwicklung ist die Balance der integrativen Kräfte zwischen Innovation, Bewahren und Optimierung  (Vgl. Huber 2019) empfindlich gestört. 

Zwei Fragen waren für mich als Lehrperson vorrangig: Welches Tool lohnt in der Einarbeitung den zusätzlichen Workload? Und später dann didaktischer und grundsätzlicher: Wie passen die damit einhergehenden (digitaldidaktischen) Veränderungen zu meiner Idee von „gutem Religionsunterricht“? Da lauert sie also doch: die “Mehrwertfrage”, allerdings hier produktiv gewendet als ein Motor zur Optimierung des Unterrichts. 

Nach” Corona:  

Es wird mehr und mehr darum gehen, das alternativlose entweder / oder – digital / analog, Präsenz / Distanz zu durchbrechen. Nicht einfach Zurückkehren in eine angeblich prädigitale Welt, sondern die aktuelle Herausforderung annehmen: mit kritischem Blick in den „Rückspiegel“ schauen und mit kriteriologisch gestärkter Brille die wirklich lernförderlichen Aspekte eines auch digitalen Religionsunterrichtes zu sehen und auszubalancieren. 

Einige handlungsleitende Merkmale – nicht nur für den Religionsunterricht – können dabei Orientierung bieten und zum Austausch anregen. Sie werden mit Bildern und kurzen vertiefenden Gedanken auf einem Taskcard-Board lose in vier Bereichen geordnet:  

  • Bildungstheorie: Allgemein-bildungstheoretische Merkmale 
  • Fachdidaktik Religion: spezifische Merkmale für den RU 
  • Methodik: Methodische Konkretionen 
  • Kontext: Digitale religiöse Bildung im schulischen Kontext 

Fliege bitte einmal durch die Begriffslandschaft im eingebetteten Taskcards-Board. Wenn du dabei auf einen Begriff kommst, der dich irritiert oder interessiert: Volltreffer !  

Dann könnte dieser Begriff mit hoher Wahrscheinlichkeit das Potenzial haben, zu orientieren und irgendwo im Feld zwischen Praxis, Pädagogik und Theologie einen Impuls zu guter digitaler Bildung leisten. 

Klicke in der Begriffskarte auf den Pfeil nach unten oder auf die Lupe oben rechts und reichere deine Überlegungen mit den sich öffnenden weiterführenden Informationen an. Ergänze anschließend gern das Bestehende mit eigenen Gedanken, am besten über die Kommentarfunktion. 

Wie schön, dass Taskcards uns hier kollaborativ weiterdenken, ergänzen, korrigieren und präzisieren lässt: für eine faszinierende, tiefe, digital religiöse Bildung!

Taskcards-Board (mit Leserechten inkl. Kommentarfunktion)

Kontakt: 

Daniel Meyer zu Gellenbeck, @zuGellenbeck 

Religionslehrer, VR-Trainer, systemischer Coach und Referent für Religionspädagogik im Bischöflichen Generalvikariat Münster 

Text entstanden in Kooperation mit

Viera Pirker @VieraPirker 

Professorin für Religionspädagogik und Mediendidaktik an der Goethe Universität Frankfurt am Main; Team relilab.rheinmain

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Daniel Meyer zu Gellenbeck

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